Das Geheimnis der Resilienz im digitalen Wandel

Die Nachrichten über die Auswirkungen des digitalen Wandels häufen sich und künden grundlegende Veränderungen an. Veränderungen lösen Stress aus, das ist bekannt. Was also ist zu tun, um die (Arbeits)kraft nicht durch Verlustängste zu mindern. Resilienz ist in vielen Fällen die Antwort. 

Was ist Resilienz?

Man könnte sich das am Beispiel eines Autos vorstellen. Die Federn der Stossdämpfer sind die Resilienz des Autos. Wenn der Fahrer über Stock und Stein fährt, dämpfen die Stossdämpfer den Aufprall und sorgen vor allem dafür, dass das Auto wieder in die richtige Position gelangt.

So könnte man sich dann auch die Resilienz erklären. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit, trotz widriger Umstände, die eigene psychische Gesundheit zu erhalten und handlungsfähig zu bleiben.

7 Schlüsselkompetenzen

In vielen Forschungsprojekten haben sich 7 Schlüsselkompetenzen herauskristallisiert, die die Resilienz eines Menschen beeinflussen:

1. Akzeptanz

Der digitale Wandel bleibt bestehen, den kann ich nicht beeinflussen. Ich kann jedoch sehr wohl mein Verhalten im Wandel beeinflussen. Das eröffnet mir neue Perspektiven, da ich agieren kann und der Veränderung nicht ausgeliefert bin.

2. Realistischer Optimismus

Um handlungsfähig zu bleiben, ist es notwendig, die positiven Aspekte einer Veränderung zu suchen. Was sind –neben all den Ängsten, die geschürt werden – die positiven Aspekte des digitalen Wandels? Welche neuen Kompetenzen und Fähigkeiten könnte ich daraus mitnehmen, wie meine Position stärken?

3. Selbstwirksamkeit

Menschen in schwierigen Lebenssituationen wollen der Situation und den Ängsten nicht ausgeliefert sein. Sie wollen mitwirken und die Erfahrung machen, dass sie etwas beeinflussen können. Dies können durchaus kleine Schritte sein, fördern jedoch die Kreativität im Umgang mit der Situation und helfen dabei, sicher und ruhig zu bleiben.

4. Eigenverantwortung

Es wäre schön, wenn mein Umfeld, mein Chef, mein Team den digitalen Wandel für mich bewältigen würde. Doch wie sollen die Leute um mich wissen, was ich brauche? Deshalb ist es gerade in Zeiten des Wandels wichtig, die Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen. So bin ich wieder in der Steuerposition und kann mitwirken und -gestalten.

5. Netzwerkorientierung oder Verbundenheit

Was macht uns sicher? Wenn wir uns in einer Gemeinschaft oder in einem Team verbunden fühlen. Gerade wenn das Umfeld wankt und bestehende Strukturen in Frage gestellt werden, lohnt es sich, sich mit anderen Menschen in der gleichen Situation auszutauschen. Nicht um zu jammern, sondern um gemeinsam Lösungen zu finden. Um sich gegenseitig zu inspirieren.

6. Lösungsorientierung

Wie gut tut es manchmal, eben doch zu jammern, das bringt uns aber nur in die Angststarre und wir verlieren viel Energie. Viel aufbauender ist es, sich neue kreative Lösungen zu überlegen. So bin ich wieder mit im Spiel und verhindere, dass ich mich mit Lösungen der anderen zufriedengeben muss, die für mich nicht stimmen.

7. Zukunftsorientierung

Früher war eben doch alles besser. Aber früher war eben gestern. Morgen ist es dann anders, ich kann mich noch so sehr nach dem Früher sehnen. Ich kann also entscheiden, wo ich meine Energie investieren will: in das Aufrechterhalten der Vergangenheit oder nicht doch lieber in die Mitarbeit am Neuen und Zukünftigen. Orientiere ich mich in die Zukunft, bleibe ich agil und flexibel.

Fazit

Diese 7 Schlüsselkompetenzen entscheiden darüber, wie Menschen den digitalen Wandel bewältigen. Wir wissen alle: Nichts ist so stetig wie die Veränderung. Und trotzdem wünschen wir uns Stabilität. Die Stabilität erreiche ich dadurch, dass ich für mich Kompetenzen entwickle, wie ich mit dem Wandel umgehen will und welche Auswirkungen er auf mich hat.

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Suzanne Ruf

Suzanne Ruf begleitet seit vielen Jahren und mit grossem Erfolg Menschen und Organisationen in Veränderungen. Sie ist Motivationscoach, Organisationsentwicklerin und erfahrene Trainerin. Mit ihrer breaksru gmbh unterstützt sie KMU in deren kontinuierlicher und nachhaltiger Weiterentwicklung. Dabei verliert sie nie aus den Augen, welche Auswirkungen die geplanten Veränderungen für die betroffenen Menschen haben. Die Verknüpfung der menschlichen Ebene mit den organisatorischen Fakten sind ihr Erfolgsrezept.

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